Veranstaltungen



Modellbahn
wohin man schaut
Herzlich
willkommen


(hl) - Eine kleine Bahn brachte an den 9. ESV-Modellbahntagen
Bischofsheim nicht nur die Eisenbahnergemeinde im Ort auf
Trab. Sondern im Umkreis von 50 Kilometern strömten die
Freunde der kleinen Bahn ins Bürgerhaus. Am Ende waren es
exakt 1201 Besucher. Und so buhlten große und kleine Anlagen
um die Gunst der Besucher.

„Ich bin fast jedes Jahr hier in Bischofsheim und es gibt immer
wieder andere Sachen zu sehen. Detailtreue und filigrane
Gestaltung der Module sind fantastisch“, so Hermann Seeger
im Gespräch mit dem Abteilungsleiter Herbert Lang von den
ESV-Modellbahnern. Und so sieht man auf dem Schrottplatz
der abgestellten Loks die Schweißer im gleißenden Licht. Es
knistert und knattert so dass die Funken sprühen. Autos fahren
gemütlich durch verwinkelte Straßen. Auch in der Autowerkstatt
sind noch fleißige Hände bei der Arbeit. Und in den Wohn-
häusern brennt bereits das Licht. Die Welt der kleinen Bahn
ist sehr abwechslungsreich.



So sind alle zur Schau stehenden Anlagen mit viel Arbeits-
aufwand, digitaler Technik und mit modellbahnerischen
Herausforderungen ausgestattet. Beginnt man mit der
Schmalspuranlage der Geisenheimer Eisenbahnfreunde,
die Umspurung „Kneer´s Schotterwerk“, Hermann Hönow´s
Betriebswerk oder Bahnhof Moorbach von Christof Romann.

Dazu gehört selbstverständlich auch das Ensemble des
Veranstalters. „Mit entsprechendem Epochefahren“ so der
Abteilungschef Herbert Lang, „wechseln wir unsere Züge
variabel in die Epochen drei bis fünf“. Das sind kalender-
mäßig die Jahre von 1945 bis 2006. Und er führte weiter aus,
„wobei Kinder und Jugendliche die letzte Epoche gerne sehen
mit den schnellen ICE´s und den roten Bahnen“. Fehlen durfte
an diesen Tagen natürlich nicht die agile Jugendgruppe mit
ihren eigenen Modulen im Rangierbetrieb. Die bereits heute
auf 14 Mitglieder angewachsen ist und im jugendlichen Alter
von 8 bis 16 Jahren ebenfalls ihr Können zeigte. Letztlich
noch eine Anlage in Spur 1 von Siegfried Wulle. Ebenfalls
ein ESV-Modellbahner.

Ihren ersten öffentlichen Auftritt der neuen Abteilung im ESV
bekamen die Großbahner mit einer Schau von Loks und
Wagen in der Größe von fünf Zoll. Auch an anderen Ständen
wurden an Highlights nicht gegeizt. Ob LG-Bahn zum
Selbstfahren für Kinderhände, kleine Tischanlagen oder die
Zahnradbahn von Rüdesheim, die nach O-Ton von Helmut
Strothjohann „von 1884 bis 1939 zum Niederwalddenkmal
hinauf fuhr und etliche Jahre später dem Erdboden gleich-
gemacht wurde“. Heute schwebt man in einer Gondel über
Bäume und Weinstöcke empor zur Spitze.

Es war trotzdem noch genügend Platz im Bürgerhaus vorhan-
den, auf dem sich neben dem Verein „Furka-Bergbahn“ und
der „Heimat- und Geschichtsverein Bischofsheim“ nebst
weiteren Anbietern niederlassen konnten. Autos, Loks,
Wagen, Ladegüter, Bausätze und Materialien aller Art für
die Landschaftsgestaltung sowie Blink- und Leuchteffekte
fanden bei den Besuchern reges Interesse. Und für die
Leseratten gab es Fachliteratur in Hülle und Fülle.

Neben maritimen Flair im Trockendock und Kläser´s „Gewerbe-
park Rhein-Main“ standen noch Workshops mit dem Thema
„Felsgestaltung mit Gips“ auf dem Programm. Das Interesse
der Besucher war so groß, dass es an den beiden Tagen
jeweils noch zwei Sondervorführungen gab.

Und dass es bei einer solchen Vielfalt an sehenswerten
Schaustücken sich auch Hunger und Durst einstellen, ist ein
ganz menschliches Verlangen. Dem konnte abgeholfen
werden durch unsere fleißige Küchen-Crew unter der
Führung von Wolfgang Schmitt und seinen Damen in der
Imbiss-Ecke. Nicht zu vergessen die glücklichen Gesichter
der Gewinner aus unserer Tombola.




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Aktualisiert am 17.11.2009
© 07.02.2001 by Wolfgang Schmitt. email :
ESVmodulbahn@arcor.de