Veranstaltungen


Die Eisenbahnergemeinde
Bischofsheim feiert
150 Jahre Eisenbahn
Herzlich
willkommen


Am 1. August 1858 wurde die eingleisige Strecke von Gustavs-
burg bis Darmstadt für den Güterverkehr in Betrieb genommen.
Einige Monate später erfolgte auch der Personenverkehr von
Gustavsburg nach Aschaffenburg.

Im Jahre 1904 war hoher Besuch angesagt. Man feierte am
1. Mai 1904 die Einweihung des größten Verschiebebahnhofs
Süddeutschlands und die neugebaute Brücke über den Main.
Unter den Honoratioren waren auch Kaiser Wilhelm II. und 
Großherzog Ernst-Ludwig von Hessen mit ihrem Gefolge.
Dazu eine Episode zum Schmunzeln: Die Planung der feier-
lichen Einweihungsfahrt sah vor, dass Großherzog Ernst-
Ludwig im neuen Bahnhof in den wartenden Hofzug von Kaiser
Wilhelm II. umsteigen sollte. Selbstverständlich wurde der
Ablauf der Zermonie von Statisten geprobt. Dabei störte es dem
Bahnmeister, dass der großherzogliche Zug mit einem lauten
Quitschen zum Halten kam. Das konnte man den kaiserlichen
Ohren auf keinem Fall zumuten und so sann der wackere Mann
auf Abhilfe.

Der Morgen des 1. Mai kam heran. Bunter Fahnenschmuck
sowie Girlanden schmückten den Bahnsteig. Ein roter Teppich
markierte den Haltepunkt und darauf stand die kaiserliche
Gesellschaft bereit zum Empfang.

Auf die Minute pünktlich fuhr der Zug mit dem großherzoglichen
Salonwagen in den Bahnhof ein und steuerte zum Halt am
roten Teppich. Doch langsam und lautlos glitt er am wartenden
Kaiser vorbei. Entsetzt schauten die Verantwortlichen, doch
Kaiser Wilhelm II. nahm es gelassen: „Ernst-Ludwig“, soll er
gerufen haben, „wo willst du hin?“. Erst als der Zug behutsam
langsam zurückgesetzt hatte, konnte die Zeremonie beginnen.

Für den Unglücksraben von Bahnmeister gab es ein disziplina-
risches Nachspiel. Dabei meinte er es doch nur gut, als er die
Schienen gegen das Quitschen mit Schmierseife präparieren
ließ.

Zurück zum Bahnhof: Heute,150 Jahre später ist Bischofsheim
nur noch ein Haltepunkt der DB Bahn und der Bahnhof mit dem
Wasserturm ein Relikt vergangener Tage. Doch an diesen
beiden Festtagen im September 2008 ist auf dem Gelände
wieder Leben eingekehrt. Denn Gewerbetreibende und Künstler
präsentieren sich und bei der großen Bahn dampft es wieder für
die Mitfahrgelegenheiten.



Auf Augenhöhe stehen die Modellbahner des ESV mit einem
verdeckten Geheimnis. Bürgermeister Reinhard Bersch enthüllt
sieben Module, die das Bischofsheimer Bahngelände zeigen.
In 612 Arbeitsstunden ist die alte Bahnstation der 70er Jahre
nachgebildet worden.

Auch der Wasserturm, das Wahrzeichen von Bischofsheim und
die denkmalgeschützte Fußgängerbrücke ragen im H0-Maßstab
empor. „Wir haben für die nächsten 20 Jahre genügend Mate-
rial“, signalisiert Herbert Lang, denn ein kompletter Nachbau
des gesamten Bischofsheimer Bahngeländes ist eine weitere
Herausforderung. Doch das liebe Geld wird dem Miniaturbau
Grenzen setzen.





Zurück zu Veranstaltungen
Wir sind
aktiv
Der Weg zu
uns
Veranstal-
tungen
H0-
Modulanlage
Jugend
baut Bahn
IG-Modellbahn
RheinMainLahn

Aktualisiert am 02.01.2009
© 07.02.2001 by Wolfgang Schmitt. email :
ESVmodulbahn@arcor.de