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(hl)
Erneut mussten die Modellbahner des ESV den vom
Rathaus festgelegten Termin für die 11.
ESV-Modellbahntage
Bischofsheim in den Herbstferien akzeptieren. Das war
schon
vor einigen Jahren einmal passiert und es mutierte damals
zu
einem Fiasko. Denn nur knapp die Hälfte der üblichen
Besucher kamen zu der Veranstaltung.
Als dann am Samstagmorgen sich die Türen des Bürger-
hauses öffneten und die Besucher hereinströmten, keimte
noch die Hoffnung, dass man einem Besucherschwund
entgegensteuern könnte. Doch je weiter die Uhrzeiger
vorrückten, um so mehr schwand die Hoffnung auf eine
Besserung. Doch es soll jetzt für 2012 bis 2015 besser
werden. Denn in Verhandlungen mit dem Rathaus wurde das
letzte Wochenende im September als fester Termin
vereinbart. Kehren wir zurück zur Ausstellung und lassen
die
Presse in Ausschnitten zu Wort kommen.
Der Lokal-Anzeiger schreibt dazu:
(gus)
Die Modellbahntage sind keine reine
Präsentations-
veranstaltung für die Module der Bischofsheimer
Miniatur-
bahnbastler. Auch für Händler von Materialien und
Utensilien
rund um den Freund der Bahnen im Maßstab 1:87 ist im
Bürgerhaus immer Platz.
Erstmals eröffnete Bürgermeisterin Ulrike
Steinbach die
Ausstellung am Samstag mit einer Ansprache. Sie hat
sich
viel Zeit genommen und alles genau angeschaut,
berichtete
Lang. Es gibt ja auch nach all den Jahren immer wieder
Neuerungen bei den Modellbauern zu entdecken. Auf der
Bürgerhausbühne präsentierte sich am Wochenende zudem
die kleine Schwester mit den großen Fahrzeugen, denn
auch
die Großbahner zeigten mit Modellbeispielen und Plakat-
ständern, was sie am Schindberg derzeit so treiben.
Bei den kommerziellen Anbietern versuchten gleich
zwei
Stände, bei den Eisenbahnfans Beleuchtungsleisten für
den
Inneneinbau in die Waggons an den Mann oder an die Frau
zu bringen.
Ein Wiedersehen gab es mit dem
Gewerbepark, den der
Rüsselsheimer Richard Kläser seit 2007 aufbaut, eine
Miniaturlandschaft im Größenformat der Modellbahner,
aber
gänzlich ohne Züge auskommend, da Kläser mehr auf LKW
und Industriegeländecharme steht, jedem das Seine. Auch
das Modell der Schweizer Dampfbergbahn Furka war nicht
zum ersten Mal dabei. Und der Idsteiner Verein, zu dem
der
ESV schon lange gute Kontakte pflegt, brachte eine
Winterlandschaft mit nach Bischofsheim.

Bild: Kläser
Der ESV hat, wie Lang erläutert, eine neue
Modulkasten-
basis entwickelt, die es erlaubt, dass sich die Kästen
künftig
universell mit allen Landschaften verwenden lassen. Diese
sind nun nicht mehr fest mit den Kästen verbunden,
sondern
nur noch eingehängt und können entsprechend einfach
ausgetauscht werden. Somit muss der Verein nicht für
jede
neue Landschaftsfläche auch einen neuen Modulkasten
herstellen, da ja eigentlich nie alle der über 60
ESV-Module
jemals gleichzeitig verwendet werden können.
In der
Main-Spitze konnte man lesen:
(Domes)
Wie gewohnt sorgten
ein gutes Dutzend
kommerzielle Anbieter für reichlich Nachschub in Sachen
Modellbahnausstattung. Dazu kamen Stände von Vereinen
und Museen, die von Zügen, Schiffen bis hin zu Bussen
das
große Spektrum der Betätigungsfelder im Modellbau
abbildeten. Im Mittelpunkt der Modellbahntage aber
standen
wie gewohnt die ESV-Modellbahner selbst, die einen
beträchtlichen Teil ihrer Modulbahn im Bürgerhaus
aufgebaut
hatten und mit einer stattlichen Anlage für staunende
Augen
sorgten.
Programmtechnisch ging es in diesem Jahr
vielfältig zu.
Der Trend geht ein bisschen in Richtung
Straßenfahrzeuge,
deshalb haben viele der Händler auch ihr Sortiment
entsprechend ausgerichtet, so Lang, der den
Schwerpunkt
dennoch nicht gefährdet sah.
Zur Behauptung des
Schienenverkehrs als Zentrum der
Veranstaltung nahm schon der ESV mit seiner 44 Module
umfassenden Anlage genügend Raum ein, die in S-Form
aufgebaut einen guten Überblick über die Arbeit der
Modellbauer gab und gleichermaßen den Detailreichtum der
liebevoll gestalteten Sektionen darstellte. Die
Nachbildung
der echten Bischofsheimer Eisenbahnlandschaft mit
Wasserturm und altem Bahnhof war ebenso vertreten wie
Einblicke in die fiktive Ortsgeschichte denn eine
Bischofs-
heimer Brauerei hatte es in der gezeigten Form freilich
nicht
gegeben. Ein besonderes Augenmerk richtete der ESV auf
das Engagement seiner Jugendabteilung, eine mittlerweile
15-köpfige Truppe, die mit eigenen Modulen am Platz
aktiv
war und mit einigen noch in Arbeit befindlichen Sektionen
auch die diffizile Arbeit an Landschaften, Elektronik und
Verkehrsführung verdeutlichte.
Auch wer sich einmal über die Modellbau-Sparten
jenseits
der H0-Eisenbahn informieren wollte, kam bei den Modell-
bahntagen auf seine Kosten. So war die ESV-Großbahn-
abteilung mit einem Infostand mit von der Partie und auch
der
Modellbau-Club Mainspitze, vor allem im Bereich
Schiffsbau
aktiv, zeigte einige Beispiele aus seiner Flotte.
Das Groß-Gerauer Echo schreibt:
(möb) -
Modellbaufans kamen am Wochenende im
Bischofsheimer Bürgerhaus auf ihre Kosten. Dieses hatten
die Modellbahner des ESV bereits zum elften Mal in einem
riesigen Bahnhof voller Entdeckungsmöglichkeiten
verwandelt. Im Zentrum stand der ganze Stolz der
Abteilung:
Eine riesige Anlage, zusammengesetzt aus 44 Modulen, die
beispielsweise auch den alten Bischofsheimer Bahnhof mit
Wasserturm und die Fußgängerbrücke aus den siebziger
Jahren im Kleinformat zeigte.

Bild: Jan Wulf
Die Details beeindruckten die Besucher immer
wieder. Die
Ausstellung ist außerdem eine gute Gelegenheit zum
Fachsimpeln und für den Erfahrungsaustausch,
erklärte
ESV-Sprecher Herbert Lang.
Der Modellbau selbst verknüpft gleich eine
Vielzahl an
Fertigkeiten vom Holzsägen, Nageln und Kleben bis hin
zum
Verlegen von Stromleitungen und den Landschaftsbau. Man
ist quasi Heimwerker im Kleinformat, sagte Lang.
Aus einer echten Modellbaufamilie kommt Sebastian
Wulle
(14) aus Rüsselsheim. Modellbahn fahre ich bereits
seit ich
denken kann, sagt er im Gespräch mit dem ECHO.
Bereits
seit mehreren Jahren ist er bei den Bischofsheimer
Modellbauern aktiv. Es ist einfach etwas Schönes
und es
macht großen Spaß, fügte er hinzu. Sein
späterer
Berufswunsch? Lokführer natürlich. Aber für den
S-Bahn-
Verkehr, antwortete er sofort. Dort sind
schöne Züge
unterwegs und man kann bei der Familie bleiben.
Mit Nachwuchsproblemen hat die Abteilung nicht zu
kämpfen. Ganz im Gegenteil. 15 Jugendliche im Alter von
zehn bis 16 Jahren sind aktiv. Aus Platzgründen
mussten wir
sogar einen Aufnahmestopp verhängen, betonte Lang.
Als
nächstes wird sich die Abteilung am ersten Advent beim
Bischofsheimer Weihnachtsmarkt im Palazzo präsentieren.
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